Du hattest einen Frosch in der Hand
und hast ihn doch nicht geküsst.

Aber ehe du dich jetzt fragst,
ob es nicht vielleicht
ein verzauberter Prinz war -

es war nur ein verwunschener Zwerg,
immer noch auf der Suche
nach Schneewittchen...


Hallo, lieber Besucher,

ja, wer ist nun dieser verwunschene Zwerg, der hier so vor sich hin kritzelt? Es soll ja immer wieder Leute geben, die begierig darauf sind, hinter Fassaden zu schauen, die Antwort auf ihre "Wieso", "Weshalb" und "Warum" haben wollen. Anscheinend gehörst du auch dazu :-)

Geboren wurde ich irgendwann zwischen Frühling und Sommer, Zwilling und Krebs, am 21. Juni 1964. Dieses "zwischen" scheint auch mein ganzes Leben zu bestimmen, immer auf dem Weg, nie am Ziel.

Das Land, in dem ich geboren wurde, habe ich überlebt, aber mein Geburtsort wächst und gedeiht. Ich mag Jena und habe hier nahezu mein gesamtes Leben verbracht. Eine idyllische Stadt im Saaletal, romantisch, aber immer auch ein bisschen aufrührerisch, eine Stadt, in der Goethe und Schiller sich wohler fühlten als in Weimar, Geburtsort der Burschenschaften (die damals anders waren als heute) , der Romantik, der modernen Optik und halt auch von mir ;-)

Mit drei jüngeren Geschwistern war meine Kindheit natürlich nie langweilig. Für unsere Nachbarn damals sicher eine Plage, weil außer uns Vieren immer noch eine Horde Freunde um uns war. Schule wurde so nebenbei erledigt, ich habe lieber gelesen (meistens Science Fiction) als gelernt, aber mein Abitur an der Spezialschule physikalisch-technischer Richtung in Jena trotzdem ganz ordentlich hingekriegt.

Erste Liebe, erste Trennung, Versöhnung und nächste Trennung und plötzlich stand ich in einer Uniform auf Rügen und lernte, Raketen auf Nürnberg und Frankfurt zu richten. Starten musste ich sie zum Glück nur in den Weiten der russischen Steppe...

Mit 22 endlich zum Studium, Physik in Jena (wo auch sonst). Irgendwann in den 5 Jahren habe ich gemerkt, dass ich wohl nur ein durchschnittlicher Physiker werde. Und nach der Nacht im November 1989 (die ich verschlafen habe) waren durchschnittliche Physiker nicht gefragt. Es gab ja plötzlich genügend arbeitslose Überdurchschnittliche. Für mich die Gelegenheit, mein Interesse an Pressearbeit zu vertiefen und in London Guiness und Marketing zu studieren. Schließlich fand sich auch ein Arbeitgeber, dem mein Sammelsurium an Kenntnissen nicht ungelegen kam und bei dem ich als Projektmanager Webseiten über Thüringen gebastelt habe. Nach Projektende nehme ich im Moment an einem Fortbildungslehrgang Datenbankadministration (ORACLE) teil.

Und warum jetzt Gedichte? In den ersten 35 Jahren meines Lebens habe ich vielleicht 4 Stück geschrieben, weil man bei uns am Gymnasium (damals hieß das noch Erweiterte Oberschule) der Meinung war, dass eine "allseitig ausgebildete sozialistische Persönlichkeit" einmal im Jahr ein Gedicht zu liefern hat.

Doch am 25. Oktober 1999 wurde alles ganz anders. Eigentlich aus Verlegenheit, weil ich für eine E-Mail kein passendes Gedicht zur Hand hatte. Den ganzen Heimweg grübelte ich, erste Gedanken setzten sich fest, wurden zu den Gedichten, die "Allnacht in Deutschland" eröffnen. Den Rest, auch einen Teil meines Lebens seit diesem Tag, findest du hier auf diesen Seiten.

Danke, dass du vorbeigeschaut hast

Jörg

Tränen im Regen

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